Archiv für Dezember 2010

Bundesrecht: Gesamte Rechtsvorschrift für Einbürgerungsmitteilungen – Austausch, Fassung vom 07.12.2010

7. Dezember 2010

Langtitel
Vereinbarung zwischen der Österreichischen Bundesregierung und der Königlich Dänischen Regierung über den Austausch von Einbürgerungsmitteilungen
StF: BGBl. Nr. 40/1964

http://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/BgblPdf/1964_40_0/1964_40_0.pdf

Ratifikationstext

Diese Vereinbarung ist gemäß ihrem Punkt 5 am 17. Juli 1963 in Kraft getreten.
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Text

Durch Notenwechsel zwischen der Österreichischen Botschaft in Kopenhagen und dem Königlich Dänischen Ministerium des Äußeren vom 13. Juli/17. Juli 1963 wurde die nachstehende Vereinbarung zwischen der Österreichischen Bundesregierung und der Königlich Dänischen Regierung über den Austausch von Einbürgerungsmitteilungen abgeschlossen.

1.

Die beiden Regierungen werden künftig miteinander die Einbürgerung von Staatsangehörigen des anderen Vertragsstaates mitteilen.

Unter Einbürgerung im Sinne dieser Vereinbarung ist auch der Erwerb der Staatsangehörigkeit durch Erklärung oder Wiedererlangung zu verstehen.

2.

Der Austausch der Mitteilungen wird in der Weise vollzogen, daß über jeden Fall einer Einbürgerung österreichischerseits eine Mitteilung nach dem Muster der Anlage B (Anm.: Anlage nicht darstellbar) und dänischerseits eine „Mitteilung über die Ausfertigung eines Staatsbürgerschaftsnachweises” (Anlage A 1 oder A 2) (Anm.: Anlagen nicht darstellbar) zweifach ausgefertigt und auf diplomatischem Wege der anderen Regierung übermittelt wird.

3.

Die von den Behörden des anderen Vertragsstaates ausgestellten Personalausweise (Reisepässe, Staatsbürgerschaftsnachweis etc.), die durch die Einbürgerung ungültig werden, sind bei der Einbürgerung einzuziehen und der Mitteilung beizufügen.

4.

Soweit dies ohne größere Schwierigkeiten möglich ist, wird jede der beiden Regierungen der anderen Regierung auf Anfrage darüber Auskunft geben, ob ein näher bezeichneter Staatsangehöriger des anderen Staates in ihrem Staate eingebürgert worden ist oder auf sonstige Weise die Staatsangehörigkeit erlangt hat.

5.

Diese Vereinbarung tritt am Tage des Notenaustausches in Kraft. Sie wird auf unbestimmte Zeit geschlossen, ist jederzeit kündbar und tritt sechs Monate nach ihrer Kündigung außer Kraft.
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Anlage A 1

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Mitteilung über die Ausfertigung eines

Staatsbürgerschaftsnachweises

(Anm.: Anlage nicht darstellbar, es wird auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen).
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Anlage A 2

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Mitteilung über die Ausfertigung eines

Staatsbürgerschaftsnachweises

(Anm.: Anlage nicht darstellbar, es wird auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen).
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Anlage B

———-

Mitteilung über die Einbürgerung eines

dänischen Staatsangehörigen in Österreich

(Anm.: Anlage nicht darstellbar, es wird auf die gedruckte Form des BGBl. verwiesen).

Ahmed Al Kadari, Träger der Integrationsmedaille

1. Dezember 2010

Mi, 01.12.2010

Herausragendes Engagement für eine bessere Bildung

“Bildung ist für mich das Wichtigste bei der Integration. Wer es in Deutschland zu etwas bringen will, muss sich in der Schule anstrengen.” Ahmed Al Kadari weiß nur zu gut, wovon er spricht. Schließlich hat er bei seinen acht Kindern gemeinsam mit seiner Frau stets darauf geachtet, dass sie die Hausaufgaben machen und sich intensiv auf Klassenarbeiten vorbereiten. Mit Erfolg. Seine Kinder, die alle in Deutschland geboren wurden, haben die Schule jeweils äußerst erfolgreich abgeschlossen. Einige zeigen schon im Berufsleben ihr Können, beispielsweise als Chemiker oder als Geschäftsführer. Andere sind noch im Studium oder in der Ausbildung. “Ich bin sehr glücklich darüber, wie sich meine Kinder hier in Deutschland entwickelt haben”, freut sich Al Kadari. “Da hat sich der Einsatz wirklich gelohnt”.

Schon in seiner Heimat Marokko hatte Bildung für Al Kadari eine hohe Bedeutung. Nach der Schule begann er, Jura zu studieren. Da ihm aber bald für das fernab des Wohnortes im Rifgebirge begonnene Studium das Geld fehlte, entschloss er sich 1970, sein Glück in Deutschland zu probieren. Starthilfe gab ihm sein Bruder, der schon einige Zeit vorher hierher gekommen war. Mit seiner Unterstützung fand Al Kadari schnell eine Beschäftigung: Bei der Lufthansa wurde er in der Frachtabteilung eingesetzt, wo der heute 68-Jährige bis 2007 sein Geld verdiente.

“Elternmitwirkung ist wichtig”
Seitdem ist er Rentner, der auf ein aktives Leben in Deutschland zurückblickt: “An meinen eigenen Kindern habe ich ja gesehen, wie wichtig es ist, sie auch zu Hause zu unterstützen. Deshalb war es mir wichtig, auch meine Landsleute davon zu überzeugen, dass die Kinder parallel zur Schule von den Eltern Unterstützung bekommen müssen.” Zu diesem Zweck startete Al Kadari zahlreiche Hilfs- und Integrationsprojekte an Schulen und Kindergärten in Raunheim, seinem Wohnort. Alle Projekte haben das Ziel, Migranteneltern zur Förderung der eigenen Kinder zu motivieren und gleichzeitig den Erzieherinnen sowie den Lehrerinnen und Lehrern interkulturelle Kompetenz zu vermitteln.

Sein Engagement für eine bessere Bildung beschränkte sich nicht auf diese Projekte. In der 80igerJahren gründete er einen Verein, den marrokanischen Freundeskreis. Auch dort wurde intensiv über Bildung und Erziehung der Kinder diskutiert.

Förderung des interreligiösen Dialogs
Als gläubiger Muslim beschäftigt den Raunheimer aber auch noch ein anderes Thema: der interreligiöse Dialog. “Ich bin sehr dankbar, dass wir hier vor Ort gut zusammenleben können”, sagt Al Kadari. “Damit das so bleibt, liegt mir der Austausch der Religionen sehr am Herzen.” Aus diesem Grund setzte er sich vor vier Jahren für einen intensiven Dialog mit der evangelischen Kirchengemeinde Raunheim ein. Seitdem besuchen sich die Glaubensgemeinschaften gegenseitig und tauschen sich zu speziellen Themen aus, beispielsweise, welche Rolle die Erziehung sowohl in der Bibel als auch im Koran spielt.

Das Engagement des gebürtigen Marrokaners für ein gutes Miteinander ist nicht nur in Deutschland positiv aufgefallen. Auch in seinem Herkunftsland ist man auf Ahmed Al Kadari aufmerksam geworden. Kein Geringerer als der König von Marokko fand das Wirken Al Kadaris so vorbildlich, dass der Raunheimer 2007 in den offiziellen Rat des Königs von Marokko berufen wurde – einem Gremium, das sich um das Wohlergeben der gebürtigen Marrokaner in aller Welt kümmert.

Die Berufung Al Kadaris hat auch konkrete Folgen für Raunheim: Mit finanzieller Förderung Marokkos soll nun ein Sozialzentrum entstehen, mit dem das bestehende Angebot an Deutschkursen und Nachhilfeunterricht für Kinder ausgebaut werden kann. Ein weiterer Beleg dafür, dass sich der Einsatz Al Kadaris für eine bessere Bildung nicht nur für seine eigenen Kinder gelohnt ha


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