Archiv für März 2011

Im großen SPIEGEL-Test offenbarten eine Viertelmillion Menschen, was sie über Geschichte und Politik wissen. Bei manchen würde es nicht mal für die Einbürgerung reichen.

25. März 2011

Allgemeinbildung
Angela wer?
Bundeskanzlerin Merkel: Würden Sie ihren Amtssitz erkennen?
Spiegel
Von Markus Verbeet
Drei Wörter sind es, die immer wieder die Debatte über die Geschichtskenntnisse der Deutschen befeuern. Weil sich immer wieder ein Dummer findet, der sie nichtsahnend verwendet. Bis dann die öffentliche Empörung so groß wird, dass er wortreich um Entschuldigung bittet.

Die drei Wörter lauten “Jedem das Seine” und dienten schon als Werbespruch für mancherlei: die neue Startseite eines Internetsuchdienstes (Yahoo), den Protest gegen Gemeinschaftsschulen in Nordrhein-Westfalen (CDU-Nachwuchs Schüler-Union) sowie Grillzubehör (Rewe), Bürosoftware (Microsoft) und Handys (Nokia). Dumm nur, dass auch die Nazis die Wörter verwendet haben, auf ihre eigene, schreckliche Art. In geschmiedeten Großbuchstaben stand der Spruch über dem Eingangstor des Konzentrationslagers Buchenwald. Von außen spiegelverkehrt und von innen problemlos lesbar – die Bauherren bewiesen auch hier ihre fürchterliche Konsequenz.

Die Menschen, die diese Wörter in jüngerer Zeit nutzen wollten, wussten davon offenbar nichts. “Wir bedauern diesen Fehler sehr und bitten unsere historische Unwissenheit diesbezüglich zu entschuldigen”, erklärte jedenfalls der Vorsitzende der nordrhein-westfälischen Schüler-Union vor zwei Jahren.

Staatenlosen die Einbürgerung verweigert

25. März 2011

Frankfurter Rundschau
Jahrelang haben die dänischen Behörden staatenlosen Palästinensern in Widerstreit mit den geltenden UN-Konventionen die Einbürgerung verweigert. Jetzt kostet dieser Justizskandal Integrationsministerin Birthe Ronn Hornbech den Job.


Birthe Ronn Hornbech
Foto: AFP

Der liberale Ministerpräsident Lars Lokke Rasmussen entließ seine 67-jährige Parteikollegin am Dienstag und kündigte eine unabhängige Untersuchungskommission an, die die Missstände im Integrationsministerium ausleuchten soll.

eit 2002 lehnte die Ausländerbehörde die Staatsbürgerschaftsanträge von mindestens 36 staatenlosen Palästinensern ab. Zahlreiche andere bemühten sich gar nicht erst um Einbürgerung, weil sie die Bedingungen dafür wie Sprachkenntnisse, Selbstversorgung und einwandfreies Führungszeugnis nicht erfüllten. Was sie nicht wussten: Diese Bedingungen galten für sie gar nicht. Nach zwei UN-Konventionen, denen Dänemark beigetreten ist, haben junge Staatenlose Anspruch auf die Staatsbürgerschaft des Landes, in dem sie geboren oder aufgewachsen sind. Doch über dieses Recht wurden sie nicht informiert, und jene, die es dennoch versuchten, erhielten abschlägige Bescheide.

Im August 2008 machten Beamte die Ministerin auf die illegale Praxis aufmerksam, wurden jedoch angewiesen, die Staatenlosen weiterhin so zu behandeln wie alle anderen. Anderthalb Jahre später teilte Hornbech dem Parlament mit, dass Anträge fehlerhaft behandelt worden seien, tat dies aber in einer derart verqueren Juristensprache, dass niemand die Zusammenhänge verstand. Erst als die Zeitung Information im Januar die Fälle junger Palästinenser beschrieb, die in ihrem Geburtsland Dänemark staatenlos waren, wurde der Skandal bekannt. Die Betroffenen erhielten die Staatsbürgerschaft, und die Opposition warf Hornbech vor, Gesetze aus politischen Motiven missachtet zu haben.

Die Ministerin verteidigte sich, dass auch schon unter ihren Vorgängern die Konventionen „übersehen“ worden seien, und dass sie Klarheit und Ordnung geschaffen habe. Doch Rasmussen wies Hornbech die Verantwortung für 34 der 36 Fehlentscheidungen zu und hielt ihr überdies vor, das Parlament zu spät informiert zu haben. Im Zweifel hätte sie die Behandlung der Anträge zumindest aussetzen müssen. „Dänemark ist ein Rechtsstaat, und in einem Rechtsstaat muss man den Konventionen folgen“, betonte der Premier und feuerte Hornbech.

Just Hornbech war bei ihrem Amtsantritt 2007 von vielen Oppositionellen gelobt worden, da sie als Garantin für Rechtssicherheit galt. Sie wurden rasch enttäuscht, da sich die Ministerin ihre Politik von der rechten Dänischen Volkspartei diktieren ließ und schwieg, wenn sie kritisiert wurde. Selbst dem Parlamentsausschuss, der sie zu der jüngsten Affäre befragen wollte, verweigerte sie die Auskunft mit der Begründung, sie sei zwar gezwungen, vor dem Ausschuss zu erscheinen, nicht aber, ihm zu antworten.

Die Dänische Volkspartei zog aus der Affäre einen anderen Schluss: Dänemark solle sich aus allen Konventionen zurückziehen, die im Widerspruch zu seiner strengen Ausländerpolitik stehen.

Websitestatistik für den Februar 2011

4. März 2011

Homepage

Im Februar 2011 sind auf der Homepage wieder mehr Interessierte und Leser zu verzeichnen.
Wir haben immer mehr Zulauf. Denn wir unsere Arbeit ständig ausbauen und unseren Leserinnen und Leser mehr Service und Download zur Einbürgerung und Staatsbürgerschaft anbieten.
Details: Unterschiedliche Besucher 9176, Anzahl der Besuche 10333, Seiten 53626, Zugriffe 366963 und Byte 5.02 GB.
Im Februar 2010 waren 3162 Unterschiedliche Besucher, 3844 Anzahl der Besuche, 40788 Seiten, 146461 Zugriffe und Download 2.79 GB.
Wenn wir den Februar 2011 mit dem Februar 2010 vergleichen, sieht dann folgerdermaßen aus: Die Besucherzahlt hat sich in einem Jahr mehr verdreifacht, Die Seiten auf 20 % erhöht, Zugriffe auf die Inhalte der Homepage sowie Downloadteil mehr als verdoppelt.
Es beweist nun, dass wir als ABE auf den richtigen Weg sind und unsere Service immer mehr in Anspruch genommen wird.

Webblogstatistiken für Januar 2011

Webblog einbürgern


Wie auf der Tabelle zu sehen ist, hat auch auf der Blogseite einbürgern.de eine Zunahme gegeben. Auf der Seite sind für das Jahr insgesamt 1908 Leserrinnen und Leser zu verzeichnen. Für Februar sind 842 Personen registriert.
Auf den anderen Webblogs waren für Februar 2011 insgesamt 346 weitere Personen zu verzeichnen.

Ebenso sind mit großer Interesse die Umfragen, das Webforum und der Newsletter gelesen, runtergeladen und ausgedruckt worden.

Für das ABE-Team

Kenan Araz


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