Archiv für November 2011

Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) startet größte Einbürgerungs-Initiative der Hansestadt – Ein deutscher Pass kann stolz machen!

24. November 2011

Ein deutscher Pass kann stolz machen!

Olaf Scholz (SPD) startet größte Einbürgerungs-Initiative der HamburgBürgermeister Olaf Scholz (53, SPD). Er sieht Hamburg als eine wachsende Metropole, die von ihrer Vielfalt lebt. Im Dezember startet er eine große Einbürgerungsinitiative

Foto: dpa Picture-Alliance
23.11.2011 — 23:50 Uhr

Von MARKUS ARNDT und HAGEN MEYER

City – Die neue Einbürgerungskampagne – eine Herzensangelegenheit von Bürgermeister Olaf Scholz (53, SPD).

Im BILD-Interview sagt er, warum er sich mehr Hamburger mit deutschem Pass wünscht.

BILD: Herr Bürgermeister, warum diese große Einbürgerungsinitiative?

Bürgermeister Scholz (r.) mit den BILD Redakteuren Hagen Meyer (li.) und Markus Arndt im RathausBürgermeister Scholz (r.) mit den BILD Redakteuren Hagen Meyer (li.) und Markus Arndt im Rathaus

Foto: Sybill Schneider

Olaf Scholz: „Bei uns leben 236 000 Menschen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Viele von ihnen sind seit Jahren bei uns zu Hause, leben hier, arbeiten hier. Und für viele von ihnen kann die Einbürgerung eine Krönung ihres persönlichen Lebensweges in Deutschland sein. Das wollen wir unterstützen. Wer in die USA zieht, will möglichst schnell eingebürgert werden, so wollen wir es in Hamburg auch haben.“

BILD: Hatten Sie mal ein Schlüsselerlebnis in Sachen Einbürgerung?

Scholz: „Jedes Mal, wenn ich bei der Einbürgerungsfeier die Urkunden überreiche, sehe ich, wie stolz die neuen Staatsbürger sind. Sie kommen im Anzug und ihrem besten Kleid, und ihre Augen leuchten, wenn die Hamburger Hymne ,Hammonia‘ und die deutsche Nationalhymne gespielt werden. Das sind rührende Momente.“

BILD: Sie wollen die Menschen künftig sogar persönlich anschreiben …

Scholz: „So ein Brief des Bürgermeisters bedeutet vielen etwas. Er kann bei manchen der letzte fehlende Grund sein, die Prozedur einer Einbürgerung auf sich zu nehmen. Künftig sollen 4000 Menschen monatlich einen solchen Brief erhalten.“

BILD: Auf wie viele Einbürgerungen hoffen Sie?

Scholz: „Schwer zu sagen, es gibt keine Erfahrungswerte. Wenn 15 bis 20 Prozent der Angeschriebenen positiv reagieren, wäre das schon sehr gut.“

BILD: Was ist mit Kindern und Jugendlichen, die von Abschiebung bedroht sind?

Scholz: „Es gilt: Wer sich anstrengt, muss etwas davon haben. Kinder, die sehr gut in der Schule sind, müssen künftig mehr Aufenthaltssicherheit bekommen.“

BILD: Sie planen Einbürgerungs-Unterricht an Schulen.

Scholz: „Die jungen Leute müssen frühzeitig Bescheid wissen, wie die Voraussetzungen für eine Einbürgerung sind. Und zwar nicht nur die Zuwandererkinder, sondern alle.“

BILD: Was ist mit Zuwanderern, die straffällig geworden sind oder es während des Verfahrens werden?

Scholz: „Die Gesetzeslage ist eindeutig: Wer Deutscher werden will, darf keine Straftaten begehen.“

BILD: Wird Hamburg durch mehr Zuwanderer mit deutschem Pass eine bessere Stadt?

Scholz: „Eine Stadt, zu der sich möglichst viele bekennen, gewinnt.“

Mehr zum Thema:

http://www.bild.de/regional/hamburg/olaf-scholz/ein-deutscher-pass-kann-stolz-machen-21182236.bild.html

Hamburg startet Einbürgerungskampagne

24. November 2011

Hamburg startet Einbürgerungskampagne

http://www.ndr.de
Drei modisch gekleidete Frauen mit Kopftüchern © picture-alliance/ ZB Fotograf: Arno Burgi Detailansicht des Bildes In Hamburg leben rund 400.000 Menschen mit ausländischen Wurzeln. (Archivfoto) Hamburg will verstärkt zur Einbürgerung ermutigen: Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wird ab Dezember rund 137.000 Hamburger mit Migrationshintergrund in einem persönlichen Schreiben auffordern, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. Das berichtet NDR 90,3. Die Briefe sollen innerhalb von drei Jahren verschickt werden. Zudem werden Hamburgs Schulen das Thema “Einbürgerung” stärker im Unterricht verankern. Unter dem Motto “Hamburg. Mein Hafen. Deutschland. Mein Zuhause” wirbt die Hansestadt bereits seit vergangenem Herbst bei Zuwanderern dafür, den deutschen Pass zu beantragen.

Stadt erhofft sich bessere Integration

Die geplante Einbürgerungsinitiative sei in Deutschland ohne Vorbild, sagte Scholz dem “Hamburger Abendblatt”. Deshalb sei auch nicht abzuschätzen, wie viele das Angebot annehmen werden. “Mein Wunsch wäre, dass das etwa die Hälfte macht”, sagt Scholz. “Aber auch zehn bis fünfzehn Prozent wären schön.” Die Hansestadt erhofft sich dem Bericht zufolge von der Einbürgerung eine bessere Integration sowie einen geringeren Verwaltungsaufwand, weil unter anderem Fragen des Aufenthaltsrechts wegfallen. In Hamburg haben rund 400.000 Menschen ausländische Wurzeln, etwa 236.000 verfügen nicht über eine deutsche Staatsangehörigkeit. Im vergangenen Jahr wurden 5.295 Menschen eingebürgert.

Mehr zum Thema:

http://www.ndr.de/regional/hamburg/einbuergerung127.html


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