Hamburg startet Einbürgerungskampagne
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In Hamburg leben rund 400.000 Menschen mit ausländischen Wurzeln. (Archivfoto) Hamburg will verstärkt zur Einbürgerung ermutigen: Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) wird ab Dezember rund 137.000 Hamburger mit Migrationshintergrund in einem persönlichen Schreiben auffordern, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. Das berichtet NDR 90,3. Die Briefe sollen innerhalb von drei Jahren verschickt werden. Zudem werden Hamburgs Schulen das Thema “Einbürgerung” stärker im Unterricht verankern. Unter dem Motto “Hamburg. Mein Hafen. Deutschland. Mein Zuhause” wirbt die Hansestadt bereits seit vergangenem Herbst bei Zuwanderern dafür, den deutschen Pass zu beantragen.
Stadt erhofft sich bessere Integration
Die geplante Einbürgerungsinitiative sei in Deutschland ohne Vorbild, sagte Scholz dem “Hamburger Abendblatt”. Deshalb sei auch nicht abzuschätzen, wie viele das Angebot annehmen werden. “Mein Wunsch wäre, dass das etwa die Hälfte macht”, sagt Scholz. “Aber auch zehn bis fünfzehn Prozent wären schön.” Die Hansestadt erhofft sich dem Bericht zufolge von der Einbürgerung eine bessere Integration sowie einen geringeren Verwaltungsaufwand, weil unter anderem Fragen des Aufenthaltsrechts wegfallen. In Hamburg haben rund 400.000 Menschen ausländische Wurzeln, etwa 236.000 verfügen nicht über eine deutsche Staatsangehörigkeit. Im vergangenen Jahr wurden 5.295 Menschen eingebürgert.
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Schlagwörter: deutsche Staatsangehörigkeit, Einbürgerung