Bundesinnenminister unterzeichnet Charta der Vielfalt

Am 1. September 2010 haben Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière und Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer die Charta der Vielfalt gezeichnet.

Mit der Unterzeichnung verpflichten sich das Bundesministerium des Innern und seine Geschäftsbereichsbehörden, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen und Ausgrenzung ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Die Charta existiert seit Dezember 2006 und wurde seitdem von mehr als 800 Unternehmen und Organisationen mit insgesamt über 4,6 Millionen Beschäftigten gezeichnet.

Ein besonderes Anliegen ist dem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière die interkulturelle Öffnung des öffentlichen Dienstes: „“Nach wie vor sind zu wenig Menschen mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst tätig. Hier geht das Bundesministerium des Innern mit gutem Bespiel voran; zusammen mit seinen Geschäftsbereichsbehörden hat es vielfältige Aktivitäten entwickelt, um den Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in der öffentlichen Verwaltung zu erhöhen. Die Vielfalt der Gesellschaft soll sich auch im öffentlichen Dienst widerspiegeln.““

Mit diesen auch im Rahmen der Umsetzung des Nationalen Integrationsplans entwickelten Initiativen stellt das Bundesministerium des Innern klar, dass die öffentliche Verwaltung für Menschen mit Migrationshintergrund offensteht. So hat etwa die Bundespolizei im April dieses Jahres an einer Wiesbadener Schule den Auftakt zu einer Reihe von Aktivitäten gesetzt, durch die insbesondere Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund für den Polizeivollzugsdienst gewonnen werden sollen.

Die Beauftragte der Bunderegierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, zeigte sich erfreut: „“Ich begrüße es sehr, dass der Bundesinnenminister die Charta der Vielfalt unterzeichnet hat. Er setzt damit das wichtige Zeichen, die wachsende Vielfalt in unserem Land mit mehr als 16 Millionen Migrantinnen und Migranten anzuerkennen. Zugleich werden mit der Unterzeichnung Vereinbarungen im Nationalen Integrationsplan umgesetzt. Darin ist festgehalten, dass Bund und Länder den Anteil der Migranten im öffentlichen Dienst erhöhen wollen – unter Berücksichtigung von Eignung, Befähigung und Leistung. Gerade angesichts der demografischen Entwicklung ist die verstärkte Ausbildung und Beschäftigung der Menschen aus Zuwandererfamilien eine Chance für unser Land. Mit ihren Sprachkenntnissen und kulturellen Fähigkeiten sind die Zuwanderer wichtige Brückenbauer – gerade auch im öffentlichen Dienst. Das belegen gute Erfahrungen beispielsweise in der Verwaltung, bei der Polizei und in den Schulen. Zugleich ist es wichtig, die interkulturelle Kompetenz aller Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu erhöhen.““

Weitere Informationen: Internetangebot „Charta der Vielfalt“
Erscheinungsdatum
01.09.2010

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