Mehr Migranten sollen Deutsche werden – Kampagne von Grün-Rot Stuttgart

ral, 12.06.2012 07:29 Uhr

Stuttgart – Der deutsche Pass soll für Einwanderer attraktiver werden, findet die grün-rote Landesregierung und startet eine Einbürgerungskampagne. Baden-Württemberg hat nach Darstellung von Integrationsministerin Bilkay Öney (SPD) Nachholbedarf. Im Jahr 2011 ließen sich laut Statistischem Landesamt im Südwesten von 1,309 Millionen Ausländern 14 200 einbürgern, das sind 1,08 Prozent.

Die höchste Einbürgerungsquote habe Hamburg mit 2,19 Prozent, gefolgt von Schleswig-Holstein und Hessen mit 2,1 beziehungsweise 2,04 Prozent, sagte Öney. Der Südwesten ist Schlusslicht vor Sachsen und Brandenburg. Doch gegenüber 2010 habe sich die Einbürgerungsquote in Baden-Württemberg um elf Prozent erhöht. „Diese positive Entwicklung wollen wir weiter vorantreiben und die politische Teilhabe verbessern“, sagte Öney. Mit der Kampagne wolle das Land klarmachen, „Ausländer sind als Bürger erwünscht, wir wollen sie einladen zur Einbürgerung“.

Bilkay Öney macht sich als Integrationsministerin dafür stark, dass mehr ausländische Mitbürger sich um die deutsche Staatsangehörigkeit bemühen. Foto: dpa
Bilkay Öney macht sich als Integrationsministerin dafür stark, dass mehr ausländische Mitbürger sich um die deutsche Staatsangehörigkeit bemühen. Foto: dpa

Auch die CDU begrüßt die Kampagne

Interesse hat Gisela Erler, die Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung, bereits ausgemacht. Viele Ausländer wollten gerne an der Volksabstimmung zu Stuttgart 21 teilnehmen, berichtet sie. „Die ausländischen Mitbürger gestalten die Gesellschaft aktiv mit“, betonte Erler. Die Einbürgerung sei ein logischer Schritt, wenn die ausländischen Mitbürger „den sozialen Mehrwert von Engagement und Bürgerbeteiligung selbst erfahren“. Für die CDU begrüßte die Landtagsabgeordnete Katrin Schütz die Kampagne. Sie betonte jedoch, die Einbürgerung stehe nicht am Anfang, sondern am Ende des Integrationsprozesses. „Die Kampagne soll sich an die richten, die Deutschland als Heimat für die Zukunft sehen“, sagte Schütz. Sie sitzt ebenso wie Frieder Birzele, der Vorsitzende des Volkshochschulverbandes, in der Jury des Ideenwettbewerbs zur Kampagne. Die Volkshochschulen sind laut Birzele der größte Anbieter von Integrationskursen und Kooperationspartner des Wettbewerbs. Gesucht werden ein origineller Slogan sowie ein einprägsames Motiv. Der Wettbewerb läuft bis 15. August. Teilnehmen können einzelne Bürger, aber auch Schulklassen oder Vereine. // Unterlagen zum Wettbewerb unter
www. integrationsministerium-bw.de

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